Echte Sellerie, Sellerie, Nesselsucht

Nesselsucht – Behandlung durch die Volksmedizin

Nesselsucht (Urtikaria)

zeigt sich durch die Bildung von Quaddeln auf der Haut. Diese Reaktionserscheinung der Haut kann durch verschiedene innere und äußere Reize ausgelöst werden, deren Auslöser sehr vielfältig sein können. Gewöhnlich dauert die Nesselsucht in der akuten Form weniger als 4 bis 6 Wochen. Wenn die Nesselsucht über diesen Zeitraum hinausgeht, dann spricht man von einem chronischen Krankheitsverlauf. Der Auslöser der Nesselsucht kann oft nicht sicher bestimmt werden. Die Betroffenen erleiden durch die Krankheit meist erhebliche Einschränkungen in ihrer Lebensqualität. Kennzeichnend für die Nesselsucht ist zunächst das Auftreten kleiner blassroter bis roter Erhebungen auf der Haut, die jedoch schnell größer werden und dann so genannte Quaddeln bilden. Diese jucken sehr stark und werden ähnlich der Reaktion nach der Berührung einer Brennnessel (Urtica) empfunden, deshalb auch die Namensgebung. Die Begleiterscheinungen der Nesselsucht zeigen sich meist in scharfen allergischen Reaktionen.
Für die Behandlung der Nesselsucht kennt die russische Volksmedizin verschiedene traditionelle Rezepte, die auch mit den Ursachen der Erkrankung arbeiten. Die dafür verwendeten natürlichen Heilmittel nehmen die Entzündung und das Jucken von der Haut ab und tragen dazu bei, dass die Haut wieder in den normalen Zustand zurückkehrt.

R E Z E P T E

Sechs dieser traditionellen Rezepte zur Behandlung der Nesselsucht möchte ich vorstellen. Davon können Sie ein beliebiges Rezept auswählen. Sie sollten jedoch immer Rezepte der innerlichen- und äußerlichen Anwendung kombinieren:

Die Wurzel vom Sellerie (Apium graveolens) wirkt gut bei Nesselsucht. Dazu übergießen Sie 1 EL geriebene Wurzel mit 0,25 l kaltem Wasser, lassen die Mischung 2 Stunden stehen und sieben sie dann durch. Von dem Aufguss nehmen Sie 3-mal täglich 20 Minuten vor dem Essen 2 EL ein.
Anstelle des Aufgusses können Sie auch täglich den frischen Saft aus der Selleriewurzel einnehmen. In diesem Fall nehmen Sie 3-mal täglich 20 bis 30 Minuten vor dem Essen 1-2 TL Saft ein.
Den Sellerie können Sie auch zur Prophylaxe von Nesselsucht anwenden.

Übergießen Sie 1 TL getrocknete Blätter der Weißbeerigen Mistel (Viscum album) mit 0,25 l kaltem Wasser, lassen die Mischung 12 Stunden stehen und sieben sie dann durch. Die Flüssigkeit trinken Sie täglich über den Tag verteilt aus, bis die Erkrankung abgeklungen ist.

Übergießen Sie 1 EL getrocknete Zapfen des Echten Hopfen (Humulus lupulus) mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen und sieben ihn dann durch. Von der Flüssigkeit trinken Sie 3-mal täglich 80 ml, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.

Die Zwiebel (Allium cepa) ist ebenfalls ein bewährtes Mittel bei Nesselsucht. Sie nimmt das Jucken und die Entzündung schnell von der Haut ab. Dazu vermischen Sie eine geschälte und geriebene Zwiebel mit 2 EL abgekochtem Wasser, feuchten in der Mischung einen Wattebausch an und reiben so täglich, bis zu Verbesserung des Zustandes, die betroffenen Stellen der Haut ab. Nach 15 bis 20 Minuten waschen Sie den Zwiebelauftrag von der Haut mit kaltem Wasser ab.

Übergießen Sie 200 g getrockneten Majoran (Origanum majorana) mit 2 l kochendem Wassers, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen und sieben ihn dann durch. Die Flüssigkeit geben Sie täglich in ein Vollbad mit einer Wassertemperatur von 36 C° bis 37 C° und baden darin für 10 bis 15 Minuten, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.

Nehmen Sie eine frische Große Brennnessel (Urtica dioica) mit ihren Wurzeln, waschen sie gründlich, geben sie in einen Topf und übergießen sie mit kaltem Wasser. Die Mischung aufkochen, noch 5 Minuten unter kleiner Hitze köcheln lassen und dann abkühlen. Den Sud geben Sie täglich in ein Vollbad mit einer Wassertemperatur von 36 C° bis 37 C° und baden darin für 10 bis 15 Minuten, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.
Zur Verbesserung des Heileffekts soll der Kranke von dem Sud 3-mal täglich 30 Minuten vor dem Essen 80 ml trinken.

Hinweis: Bei allen heißen Bädern sollten Sie vorsichtig sein, denn es kommt dabei zu einer erhöhten Kreislaufbelastung.