Kategorie-Archiv: Geschichte und Kultur

Russland (amtlich Russische Föderation) ist ein Land mit reicher Geschichte und Kultur. Es ist ein föderativer Staat im nordöstlichen Eurasien und flächenmäßig der größte der Erde. Auf seinem Territorium wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts der älteste ostslawische Staat gegründet, der als Kiewer Rus in die Geschichte einging und über 300 Jahre existierte. In der Kategorie finden Sie eine Sammlung von Artikeln zur russischen Geschichte und Kultur.

Russische Ostereier – Ursprünge und Rezepte

Russische Ostereier

Das Ei hat im Glauben und in den Bräuchen vieler Völker eine lange Tradition, so der Ägypter, Perser, Griechen und Römer. Es galt bei ihnen als das Symbol der Geburt. In den slawischen Völkern wurde das Ei mit der Fruchtbarkeit des Bodens verbunden, mit dem Wiedererwachen der Natur nach dem Winter. Gefärbte Eier, die heutigen Ostereier, gab es bei den Slawen wahrscheinlich bereits vor der Annahme des Christentums.

In der christlichen Tradition ist der Ursprung für das Färben der Eier hauptsächlich mit dem Namen des römischen Kaisers Mark Aurel (von 161 bis 180 römischer Kaiser) verbunden. Am Tag seiner Geburt soll angeblich eines der Hühner seiner Mutter ein Ei gelegt haben, welches mit roten Punkten markiert war. Das wurde als gutes Omen für den späteren Kaiser interpretiert.
Bis zum Jahre 224 war es bei den Römern üblich geworden, sich zum Gruß gegenseitig gefärbte Eier zu senden. Die Christen übernahmen diese Tradition, jedoch gaben sie ihr eine andere Bedeutung. Für sie galt die rote Farbe als ein Symbol für das Blut Christi, mit dem zu Ostern die Eier bemalt wurden.

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Die historischen Anfänge der russischen Schule

Russische Schule

Die historischen Anfänge der russische Schule können bis in die Zeit der Kiewer Rus zurückverfolgt werden. Schon in diesem ältesten ostslawischen Staat gab es Schulen für Lese- und Schreibunterricht. Archäologische Funde weisen diesen Unterricht für das 10. und 11. Jahrhundert nach. Nicht nur die Führungsspitzen und die Geistlichen waren schriftkundig, sondern auch die Kinder einfacher Stadtbürger lernten in Schulen, wobei sie Wachstafeln und spitze Schreibstifte verwendeten.
Aus dieser Zeit sind auch zahlreiche Birkenrindenurkunden überliefert, in denen viele Dinge des alltäglichen Lebens niedergeschrieben wurden. Auch sind zahlreiche Inschriften erhalten geblieben, so auf Kirchenwänden oder Haushaltsgegenständen.
Die meisten bekannten Funde stammen aus der Umgebung der Stadt Nowgorod, jedoch auch in vielen anderen altrussischen Städten war das Bildungswesen organisiert.

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Die Kiewer Rus – der älteste ostslawische Staat

Kiewer Rus

Der älteste ostslawische Staat in der Geschichte war die Kiewer Rus. Er entstand in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts.
Zu dieser Zeit bestanden in Russland frühe feudale Verhältnisse. Die alten slawischen Städte Kiew, Smolensk, Polozk, Tschernigow, Pskow und Nowgorod hatten sich zu den wichtigsten Zentren für Handel und Gewerbe im alten Russland entwickelt. Diese Handelsplätze waren seine wichtigste Verbindung nach Skandinavien und Byzanz.

Ein sehr wichtiges Ereignis in der russischen Geschichte war die Annahme des Christentums als Staatsreligion im Jahre 988 durch den Großfürsten Wladimir (978-1015). Wladimir war von 980 bis 1015 Fürst von Kiew. Dieser politische Akt war kein zufälliges Ereignis, denn mit der Entstehung von sozialer Ungleichheit und Klassenbildung wurden die objektiven historischen Voraussetzungen für den Ersatz von heidnischem Polytheismus und Monotheismus geschaffen, die bis dahin in der alten russischen Gesellschaft vorherrschend waren.
Das Christentum war in Russland seit Anfang des 9. Jahrhunderts bekannt. Einige Vorfahren von Fürst Wladimir, wie Fürst Igor (er regierte von 912 bis 945), nach ihm seine Frau Olga (945-969), waren bereits Christen gewesen. In seiner Regierungszeit besuchte Fürst Igor Konstantinopel und ließ sich dort taufen.
Mit der Annahme des Christentums als Staatsreligion war Großfürst Wladimir damit der erste christliche Herrscher in Russland.
Von großer Bedeutung für die Verbreitung der Ideen des Christentums in der Kiewer Rus waren seine langjährigen Beziehungen mit Bulgarien. Daraus resultierten Einflüsse auf Kultur und Literatur, insbesondere durch religiöse Literatur. Zum Ende des 9. Jahrhunderts war die Kiewer Rus eng mit der byzantinischen Wirtschaft und der christlichen Kultur verbunden.

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Die russische Kirchenmusik – Ursprünge und Entwicklung

Russische Kirchenmusik

Die Ursprünge der russischen Kirchenmusik entstanden mit der Christianisierung Russlands. Der Anfang dieser geistlichen Musik im alten Russland, ist gleichzeitig mit der Annahme des Christentums als Staatsreligion durch den Großfürsten Wladimir (978-1015) im Jahre 988 zu datieren.
Nachdem Großfürst Wladimir in Сhersonesos (Byzanz) getauft wurde, nahm er bulgarische Sänger mit sich, die ihm vom Byzantinischen Patriarch und Kaiser übergeben wurden. Auch mit seiner neuen Gattin, Großfürstin Anna, kamen nach Kiew griechische Sänger.
Alle slawischen Völker waren schon immer sehr musikbegabt, so auch das russische Volk. Bei jeder Gelegenheit, ob bei Feldarbeiten, Krieg, Festen, Bestattungen und einfach so, wurde gern gesungen. Daher war die russische Gesangskunst bereits in frühen Zeiten recht gut entwickelt.
Russische Volkslieder richten sich nach dem Mehrgesang (Polyphonie) und deshalb wurde nach der Christianisierung Russlands auch sehr bereitwillig die Tradition der kirchlichen, byzantinischen Gesangskunst übernommen. Seit unvordenklichen Zeiten gestattete die griechisch-orthodoxe Kirche im Gottesdienst nur vokale Musik – das Singen. Diese Tradition wurde in die russisch-orthodoxe Kirche übernommen und fand damit Eingang in die russische Kirchenmusik.

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Das magische Salz – Rolle und Bedeutung in der Magie

Das magische Salz

Das Salz gilt bereits seit Urzeiten als ein heiliger Stoff, gewonnen aus der Erde oder dem Meerwasser, ist es mit Leben und Tod, Erschaffung und Zerstörung und der weiblichen Energie tief verbunden.

Salz ist für das Leben mächtig und doch kann es auch den Tod bringen. Auf den Feldern, wo es einsickert, wird lange Zeit nichts wachsen. Das Salz sterilisiert und reinigt. Im Verbund mit der Erde, gilt Salz als ein mächtiges magisches Werkzeug. Gelöst wird das Salz sogar in der klassischen Medizin verwendet, ganz zu schweigen von seiner Verwendung in der Volksmedizin.

Die magischen Eigenschaften

Salz ist der schöne Grund und das Material für die Reinigung. Um kostbare Edelsteine oder Goldschmuck zu reinigen, gibt man darauf eine Schicht Salz und beläßt es dort für eine Woche. Danach reinigt man den Edelstein oder den Goldschmuck gründlich unter fließendem Wasser und lege ihn in die Sonne, damit er von neuer Energie geladen wird.

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Die magischen Brötchen – ein zauberhaftes Backwerk

Die magischen Brötchen

Kuchen, Piroggen, Piroschki, Pfannkuchen…

Was noch so ein beliebiges Herz, wenn nicht zauberhaft, das im Mund tauende Backwerk unterwerfen kann?

Ich werde Ihnen das Geheimnis der echten “Wiener Brötchen” meiner Urgroßmutter mitteilen. Der Großvater, der diese einmal gegessen hatte, heiratete meine Großmutter sofort, weil sie nicht nur die “Wiener Brötchen” im Ofen backen konnte, sondern sie war darin auch noch eine Meisterin.

R E Z E P T E

Also, beginnen wir zu zaubern:

Wiener Brötchen

Wir nehmen:

125 ml warme Milch, 1 EL Zucker, 1/2 EL Trockenhefe, 125 ml Mehl.

Nach dem alles kräftig gerührt wurde, lassen wir es 12 Stunden über Nacht ruhen.

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Die heilende Kraft der Bäume in Glaube und Tradition

Die heilende Kraft der Bäume

Bereits seit uralten Zeiten ist die heilende Kraft und die Lebenskraft der Bäume bekannt. Die Menschen kamen zu ihnen, um die Heilung von Herzleiden und anderen körperlichen Gebrechen zu bekommen und mit Lebenskraft geladen zu werden oder suchten bei den Bäumen die Gabe der Vision.
Bei vielen Völkern entstanden Kulte zur Anbetung von Bäumen – der Baum wurde verehrt, denn er symbolisierte Lebenskraft, Weisheit, Ruhe, Erholung und Schutz.
In allen Religionen existiert ein gewisser Baum, der das Verbindungsglied zwischen dem Menschen, dem Gott und der Erde ist. Auch in der Mythologie vieler Völker zeigt sich diese sehr alte und enge Verbindung von Mensch und Baum, sogar ihre Existenz führen zahlreiche Völker auf Bäume zurück.
Baum und Mensch sind sich näher, als man denkt. Vieles von dem, was wir heute über Bäume wissen, stammt aus dem uralten Volksglauben und wurde durch Bräuche, Sagen und auch Lieder überliefert. Die Menschen waren Teil des Waldes, begriffen das Wesen der Pflanzen und sahen in ihnen nicht nur Nutzmittel. Unsere Vorfahren wussten ihre Eigenschaften auch als Heilmittel zu nutzen. Sie wussten, jede Baumart hat ihren Charakter und enthält eine ihr eigene Medizin.

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Leschij – der Geist des Waldes in der slawischen Mythologie

Leschij

russ. Леший, ist der Geist des Waldes in der slawischen Mythologie. Die Menschen glaubten, dass Leschij in jedem Wald wohnt und besonders gern im Fichtenwald.

Beschreibung in der slawischen Mythologie

Leschij ist bekleidet wie ein Mann, trägt einen roten Gürtel, der auf der linken Seite entlang seines Mantels bis auf den Boden reicht. Sein Körpergeruch ist angenehm. An den Füßen trägt er Schuhe, jedoch nicht wie der normale Mensch. Den rechten Schuh hat er auf dem linken Fuß angezogen und den linken Schuh auf dem rechten Fuß. Die Augen von Leschij leuchten grün, wie brennende Kohlen.
Obwohl er sorgfältig seine wahre Herkunft vor den Menschen verbirgt, misslingt es ihm, wenn er durch das rechte Ohr eines Pferdes betrachtet wird. Dann erscheint Leschij in bläulicher Farbe, denn auch sein Blut ist blau.
Die Augenbrauen und Wimpern sind bei Leschij nicht sichtbar. Er hat kurze spitze Ohren, die nicht menschlich sind. Deshalb trägt er immer eine Mütze. Sein Kopfhaar trägt er nach links gekämmt.
Leschij kann ein Baumstumpf oder ein kleiner Erdhaufen werden, ein Tier oder ein Vogel, ein Bär oder Birkhahn, ein Hase, ja in irgendetwas, sogar in eine Pflanze kann er sich verwandeln.
Doch Leschij ist nicht nur der Geist des Waldes, sondern der Wald bestimmt auch sein Wesen. Wenn er sich mit Moos bedeckt, dann schnauft er. Man hört sein Schnaufen im gesamten Wald. Es sind herbe Töne, die das Rauschen der Fichten übertönen.
Von den übrigen Geistern unterscheidet sich Leschij durch die besonderen Eigenschaften, die ihm eigen sind. Wenn er den Wald begeht, dann stellt er sich in der Größe mit den höchsten Bäumen gleich. Jedoch gleichzeitig, wenn er für sein Vergnügen und die Scherze über den Waldrand hinausgeht, macht er sich klein und spaziert in der Größe niedriger als das Gras, so dass ihn jedes Beerenblättchen frei bedecken kann. Aber auf den Wiesen erscheint er eigentlich selten, denn er beachtet streng die Rechte seines Nachbarn Polevikov, der auf den Feldern lebt. Auch meidet Leschij die Dörfer, um sich mit den Hausgeistern und Menschen nicht zu zanken und besonders die, wo völlig schwarze Hähne krähen, bei den Hütten Hunde mit “Zwei Augen” (mit Flecken über den Augen in Form von zweiten Augen) und schwarze Katzen leben.

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Der Hausgeist in Russland – slawische Mythologie

Der Hausgeist in Russland

Einen Hausgeist, russ. Домовой, besitzt nach dem russischen Volksglauben jede Wohnung oder jedes Haus. Sollte dieser Hausgeist in der Wohnung oder dem Haus fehlen, dann muss er mittels eines magischen Rituals nachträglich eingebracht werden. Gewöhnlich ist der Hausgeist jedoch bereits in der Wohnung oder dem Haus vorhanden.
Er wacht über die Ruhe in der Wohnung oder dem Haus, beschützt die Bewohner und macht das Leben glücklich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass dieser Volksglaube auch heute noch im russischen Volk fest verankert ist. Die Menschen achten die alten Rituale für die Sorge und den Umgang mit dem Hausgeist. In sehr vielen russischen Familien hat er seinen festen Platz im täglichen Leben. Für alles, was das Zusammenleben mit einem Hausgeist betrifft, gibt es im Volksglauben eine Vorsorge oder ein Ritual.

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Baba Jaga – eine Gestalt der slawischen Mythologie

Baba Jaga

auch Baba Yaga, ist eine Gestalt der slawischen Mythologie.
Der Glaube an die Existenz von Hexen reicht sehr weit in die Vergangenheit zurück. Frühzeitliche Hexen waren mit Dämonen gleichgesetzt. Eine Hexe war also kein Mensch, sondern ein böses todbringendes Wesen, das in einer menschlichen Gestalt – meist einer Frau – erscheinen konnte und dadurch nur schwer zu enttarnen war.
In den Glaubensvorstellungen der alten Slawen war damit auch die Überzeugung von der Fähigkeit und Kraft zur Zauberei verbunden. Damit war für die Zeitgenossen auch die Möglichkeit selbstverständlich, mittels Zauberei Schaden an Mensch und Tier zu stiften.

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Heiler – wer von etwas heilt, macht vollständig gesund

Heiler – wer von etwas heilt

Bereits seit uralten Zeiten bedeutet “Heiler” – wer von etwas heilt (er heilt, macht vollständig gesund).
Durch diese besondere Fähigkeit ist der Heiler in den religiösen und magischen Vorstellungen der verschiedensten Kulturen eine Persönlichkeit, die von einer Krankheit in wunderbarer Weise befreit (das Wunder schafft). Aus historischer Sicht steht der Begriff “Heiler” für einen Angehörigen der Heilberufe.
In vielen Kulturen sind die Heiler sehr hoch angesehen und werden bereits seit uralten Zeiten hoch verehrt. Sie haben eine hervorgehobene Stellung, die sich auch in den verschiedensten Religionen findet.

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Weibliche Heilige in der russisch-orthodoxen Kirche

Heilige der Orthodoxen Kirche

sind Menschen, die ihre außerordentliche Glaubensstärke durch Heldentaten bewiesen haben. Darunter gibt es viele Frauen, wovon einige in Russland als Heilige besonders verehrt werden. Einige dieser heiligen Frauen sollen hier genannt werden.
Die Orthodoxe Kirche ehrt das Andenken der Herrscher, die es um Christi willen wagten, das Leben ihres Staates grundsätzlich zu ändern. Dabei gingen diese eine ernste Gefahr ein, die ihrem eigenen Leben sowie dem Bestehen ihrer ganzen Dynastie im Falle einer Verschwörung bzw. Umwälzung drohte. Auch war es ein großes Wagnis, weil die äußeren Feinde bereit waren, von der zeitweisen Schwäche des in der Reform begriffenen Staates zu profitieren. Darum zeugt der Erfolg ihrer Unternehmungen immer von einem tiefen lebensspendenden Glauben und von der besonderen Hilfe von oben. Mit der Christianisierung der Gesellschaft kam der Frau die Rolle der inspirierenden Gattin und erziehenden Mutter zu. Dafür ist die russische Fürstin Olga ein typisches Beispiel.

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Ostern in der russisch-orthodoxen Kirche

Ostern

das Fest der Auferstehung Jesu Christi – ist nach dem russisch-orthodoxen Kirchenkalender das bedeutendste Hohefest. In aller Welt begehen im Frühjahr die Christen das Osterfest, jedoch ist es in der russisch-orthodoxen Kirche in seinem Maßstab mit keinem anderen Fest zu vergleichen, auch nicht mit Weihnachten. Der Ostertag wechselt von Jahr zu Jahr, sein Datum wird vorher ausgerechnet. Auf das Osterfest bereitet sich die ganze Kirche gründlich vor. Im Gottesdienst beginnt etwa zweieinhalb Monate vor Ostern das Thema der Buße zu dominieren. Eine jede neue Woche ist immer tieferen Stufen in der Verbesserung des eigenen Herzens im Einklang mit den christlichen Geboten gewidmet. Ebenfalls beginnt vor Ostern die große Fastenzeit. Es ist in Russland üblich, beim Eintritt in diese Fastenzeit bei allen Menschen aus der näheren Umgebung um Vergebung zu bitten, aber auch selbst all das Böse zu vergeben, was einem andere Menschen angetan haben. Gleich am darauf folgenden Tag verschwindet aus den Gottesdiensten der Gesang. Ein großer Teil des Gottesdienstes wird nicht mehr gesungen, wie das gewöhnlich üblich ist, sondern er wird nur noch gelesen. Es verschwinden auch die mit Gold verzierten Kirchengewänder, die Geistlichen tragen nur noch aschgraue oder schwarze Gewänder. Außer an ausgewählten Tagen werden in den Kirchen nicht mehr Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt. Die Geistlichen büßen das Recht ein, Eheschließungen zu segnen. Aus der täglichen Ernährung verschwindet in der Fastenzeit nicht nur das Fleisch, sondern es verschwinden auch Eier, Milch und Fisch. In den strengen Klöstern des russischen Nordens verzichtet man sogar auf das Pflanzenöl. Die konzentrierte Aufmerksamkeit gilt der durch die Sünde verzerrten tiefen Innenwelt des Menschen, der aufrichtigen Buße und der Korrektur des eigenen Lebens, dem beharrlichen Beten um die Rückkehr der göttlichen Gnade, die verloren ging inmitten eines zerstreuten Lebens.

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Jekaterinburg – eine russische Stadt am Ural

Jekaterinburg

Jekaterinburg (russisch: Екатеринбург, deutsch auch: Yekaterinburg), von 1924 bis 1991 Swerdlowsk (Свердловск) genannt, ist eine wichtige Industrie- und Universitätsstadt am Ural in Russland mit 1.377.738 Einwohnern (Stand: 2012). Im Frühjahr 1723 wurde im Auftrag von Zar Peter I. an den Ufern des Flusses Iset das damals größte Eisenwerk Russlands gebaut.
Die Stadtgründung erfolgte am 7. (18.) November 1723 im Zusammenhang mit der Betriebsaufnahme des Eisenwerkes auf Initiative von V. N. Tatishcheva. Der Name entstand zu Ehren der heiligen Katharina, der Patronin von Zarin Katharina I., Ehefrau von Peter I. Katherina II. gewährte 1781 Jekaterinburg den Status der Kreisstadt.

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Ganina Jama – eine Erinnerungsstätte des russischen Volkes

Ganina Jama

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 wurden Nikolaus II., seine Ehefrau Alexandra Fjodorowna, ihre Kinder (vier Töchter und der Zarensohn) und ihre ergebene Dienerschaft (der Arzt Je. Botkin, die Hofdame A. Demidowa, der Koch I. Charitonow und der Zarenlakai A. Trupp) im Keller des Ipatjew-Hauses in Jekaterinburg erschossen.

Vom 30. April 1918 bis zum 16. Juli 1918 war die Zarenfamilie mit ihrer treuen Dienerschaft im Haus des Ingenieurs N. Ipatjew in Jekaterinburg (russisch: Екатеринбург, deutsch auch: Yekaterinburg) untergebracht. Ihre sterblichen Reste wurden in den Wald außerhalb der Stadt befördert, an den so genannten Ort “Ganina Jama” (Ganja’s Grube), dort verbrannt und verscharrt.

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