Kategorie-Archiv: Kleine Gewürzfibel

Schon in der Urzeit wurden Gewürze für die Küche gebraucht. Für die Königin von Saba waren Gewürze eines der wichtigsten Handelsprodukte zwischen der arabischen Welt und den Reichen am Mittelmeer, aber auch ein kostbares Geschenk. Jedoch sind Gewürzpflanzen auch fähig Krankheiten zu heilen, wenn man die heilenden Eigenschaften dieser Pflanzen kennt und für sich nutzt. In der Kategorie finden Sie eine Sammlung von Artikeln über Gewürzpflanzen und ihre Verwendung in Küche und Heilkunde.

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze Y bis Z

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze Y bis Z

Ysop – Zimt – Zitrone – Zitronenmelisse – Zwiebel

Ysop

Ysop (Hyssopus officinalis) stammt aus dem Mittelmehrgebiet. Von dort gelangte diese an Kampfer erinnernde, würzig riechende und bitterlich schmeckende Gewürzpflanze (Hyssopi herba) nach Mitteleuropa. Sie ist bereits seit Jahrhunderten bekannt. Ysop ist ein vorzügliches Gewürz für Kartoffel-, Sellerie-, Fleisch- und Fischsalate, für Braten und Fleischbeizen. Er harmonisiert mit Petersilie. Die Pflanze und ihr ätherisches Öl finden auch in der Konserven- und Likörindustrie Verwendung. Ysop enthält ätherisches Öl, ein Glykosid, Gerbstoff, Bitterstoff, Harz und Zucker. Er sollte gut verschlossen aufbewahrt werden. Ysop gilt als schleimlösendes Mittel bei Husten, hebt den Blutdruck, lindert Asthma, wirkt magenstärkend und verhindert Schweißausbrüche.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze T bis W

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze T bis W

Thymian – Tomate – Vanille – Wacholder – Wermut
Thymian

Thymian (Thymus serpyllum-vulgaris) war bereits den Ägyptern und Römern bekannt. Der wildwachsende Thymian (Thymus serpyllum) wird auch Quendel genannt, der Garten-Thymian (Thymus vulgaris) stammt aus dem Mittelmeergebiet und wird in Gärten und im Feldbau kultiviert. Beide Sorten werden vielseitig verwendet, denn Thymian ist eine an Kampfer erinnernde, aromatisch schmeckende Gewürzpflanze. Er harmoniert mit Majoran, Rosmarin, Lorbeerblättern, Muskatnuß und Salbei. Wegen seines starken Aromas sollte er vorsichtig dosiert werden, denn er kann den ursprünglichen Charakter der Speise beeinträchtigen. Das Gewürz sollte in einem gut verschließbaren Gefäß gehalten werden. Es wird zum Würzen von nicht ganz leicht verdaulichen Suppen wie Bohnen-, Erbsen-, Kartoffel-, Tomaten-, Fisch- und Krautsuppen, Kartoffelgemüse, Kartoffel-, Sellerie-, Tomaten- und Paprikasalat, Geflügel- und Rinderbraten, Hammelkeule, Wildgerichten, gefülltem Kraut, Leber- und Blutwurst, Wurstwaren, Fischgerichten und Rotweinsoße verwandt. Beim Würzen von Lunge und Leber gilt Thymian als unentbehrlich und ist auch ein wertvoller Bestandteil des Pflanzenessigs. Neben seiner Würzkraft ist Thymian appetitanregend, windtreibend, krampflösend und lindert Husten. Thymian erfrischt und riecht angenehm als Badewasserzusatz. Auch in der Konservenindustrie findet er Verwendung.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze R bis S

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze R bis S

Rettich – Rosmarin – Safran – Salbei – Schnittlauch – Sellerie – Senf – Sternanis

Rettich

Rettich (Raphanus sativus) ist bereits seit dem Altertum bekannt. Man schätzte die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Knolle und ihren guten Geschmack. Seinen Nährwert verdankt er seinem bedeutenden Mineralstoff- und Vitamin-C-Gehalt. Man kennt ihn in zahlreichen Formen und Arten, so als Radieschen, Sommerrettich und Winterrettich. Radieschen werden bereits im zeitigen Frühjahr geerntet.

Der Sommerrettich hat größere Knollen als das Radieschen und wird auch langsamer holzig. Er wird erst nach der Radieschensaison geerntet. Der Winterrettich hat die größten Knollen. Diese lassen sich gut lagern und sind deshalb auch für den Verbrauch im Winter geeignet. Den scharfen Geschmack und beißenden Geruch gibt das schwefelhaltige ätherische Öl, das dem der Zwiebel ähnelt und früher als Arznei verwendet wurde. In Maßen genossen ist Rettich eine appetitanregende und vitaminreiche Nahrung.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze P

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze P

Pampelmuse – Paprika – Pastinak – Petersilie – Pfeffer – Pfefferminze – Piment

Pampelmuse

Die Pampelmuse (Citrus decumana) ist eine nahe Verwandte der Zitrone. Sie hat eine ebenso erfrischende Wirkung wie die Zitrone oder Orange. Durch ihren herben Geschmack unterscheidet sie sich von ihnen. In der Pampelmuse sind neben dem hohen Vitamin-C-Gehalt auch andere Vitamine und Nährstoffe enthalten. Eine halbe Pampelmuse vor den Mahlzeiten gegessen erhöht den Appetit. Da sie auch viele organische Säuren enthält kann ihr regelmäßiger Verzehr unbedingt empfohlen werden. Ihr Genuß lindert außerdem Erschöpfungs- und Müdigkeitserscheinungen. Wird ihr herber Geschmack durch etwas Puderzucker und Zitronensaft abgerundet, kann sie in vielen Formen wie Obstsalat, Obstcocktails und frischen Obstsäften verwendet werden. Auch die Herstellung von Limonaden oder Tee ist aus ihrem Saft möglich.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze L bis O

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze L bis O

Liebstöckel – Lorbeer – Majoran – Meerrettich – Muskatnuß – Oregano

Liebstöckel

Das Liebstöckel (Levisticum officinale) war bereits im Altertum und im Mittelalter ein beliebtes Gewürz. Früher wurde diese Pflanze oft in Dorfgärten kultiviert und sowohl frisch als auch getrocknet verwendet. Heute wird vorwiegend die Wurzel (Levistici) genutzt, jedoch auch die getrockneten Blätter erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. Seines intensiven Aromas wegen vorsichtig dosieren und in einem luftdicht schließenden Gefäß aufbewahren. In einigen Ländern wird Liebstöckel zum Würzen von Suppen, Gemüsen und Salaten verwendet. In der Likör- und Konservenindustrie hat es ebenfalls eine bedeutende Rolle. Sein Tee ist magenstärkend, verdauungsfördernd und harntreibend. Das Liebstöckel ist Bestandteil der Teemischungen, die der Linderung von Nieren- und Gallenbeschwerden dienen.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze K

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze K

Kalmus – Kapern – Kardamom – Kerbel – Knoblauch – Koriander – Kreuzkümmel – Kümmel

Kalmus

Kalmus (Acorus calamus) ist eine in Moorgebieten und am Rande von Gewässern wildwachsende Pflanze. Das Gewürz ist der Wurzelstock (Calami rhizoma). Kalmus hat einen angenehmen Geruch und einen bitter würzigen Geschmack. Die Pflanze enthält ätherisches Öl, Schleimstoff und Stärke. Als Gewürz wird Kalmus nur selten im Haushalt verwendet, eventuell zum Würzen einiger Obstsuppen und – salate. Er findet vor allem in Weinen und Bitterlikören Anwendung. Kalmus ist ein ausgezeichnetes appetitförderndes, nervenstärkendes, blutreinigendes und magenstärkendes Mittel.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze F bis I

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze F bis I

Färberdistel – Fenchel – Galgant – Gelbwurzel – Gewürznelken – Hopfen – Ingwer

Färberdistel

Die Färberdistel (Carthamus tinctorius) ist eine aus dem tropischen Afrika stammende, aber auch in Mitteleuropa angebaute Gewürzpflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Blüte ist zunächst orangefarben und wird nach dem Trocknen feuerrot. Sie hat einen schwachen Duft und einen bitterlichen Geschmack. Die aus dem Korb gezupften Blütenblätter ergeben das Gewürz (Carthami flos). Die Pflanze enthält zwei Farbstoffe, das im Wasser lösliche Saflor-Gelb und das im Wasser nicht lösliche Saflor-Rot. Der Farbstoff wird in der Likör- und Süsswarenindustrie sowie beim Färben einiger Gerichte wie Kuchen, Mehlspeisen, Getränke und Arzneien verwendet.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze C bis E

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze C bis E

Cascarilla – Cayennepfeffer – Dill – Eisenkraut – Engelwurz – Estragon

Cascarilla

Cascarilla, auch Cascarilla-Rinde genannt (Croton eluteria), ist die Rinde eines in Südamerika, auf Kuba und den Bahamainseln beheimateten Strauches oder kleinen Baumes. Es ist ein sehr würzig riechendes, bitterlich-scharf schmeckendes Getränkegewürz (Cascarilla cortex). Die 1 bis 2 mm starke Rinde ist außen fleckig silberweiß und innen rötlichbraun. Sie enthält ätherische Öle, Cascarillin, Bitterstoff, Harz und Gallussäure. Cascarilla ist ein beliebtes Gewürz für besonders bittere Liköre und Weine. Verwendet wird es auch zur Anregung des Appetits und der Verdauung. Auch die bewährte Wirkung gegen Magenkatharr und Durchfall wird nachgesagt.

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Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze A bis B

Kleine Gewürzfibel – Beschreibung Gewürze A bis B

Angostura – Anis – Basilikum – Beifuß – Bitterorange – Blaubeeren – Bohnenkraut

Angostura

Angostura (Cusparia febrifuga, auch Galipea officinalis) ist ein in Brasilien, Kolumbien und Granada beheimateter Strauch oder Baum, dessen graubraune Rinde (Angosturae cortex) das Gewürz ist. Es hat einen herzhaften Geruch und einen anhaltend bitteren Geschmack. Daher ist es ein besonderer Grundstoff in der Likörfabrikation. Seine Wirkstoffe sind: Angosturin, Bitterstoffe, Harz, Pflanzensäuren und Alkaloide. Verwendet wird dieses Gewürz vor allem zur Herstellung von verdauungsfördernden, krampflösenden und Diarrhöe lindernden Elexieren, Tinkturen, Magenbitter-Likören und Heilweinen. Es wird zusammen mit anderen aromatischen Stoffen verwendet.

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