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Beifuß – bekannt aus Heilkunde und Küche

Beifuß

Beifuß ist eine Pflanze, die so zu sagen überall vorkommt. Sie hat einen bitteren, aber nicht unangenehmen Geschmack. Im Altertum und Mittelalter wurde Beifuß als Arzneipflanze bei Problemen mit der Verdauung eingesetzt und auch bei anderen Erkrankungen. Heute wird Beifuß nur noch in der Phytotherapie eingesetzt. Die Pflanze enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Harz etc. und ist sehr wirksam zur Neutralisierung und leichteren Verdauung von Fetten. Einige Inhaltsstoffe sind giftig und machen längere Anwendungen oder hohe Gaben bedenklich. Wegen der Giftigkeit seiner ätherischen Öle wird vor der Verwendung des Beifuß in der Aromatherapie gewarnt. Als Kräutertee bereitet, wirkt Beifuß appetitfördernd, krampfstillend, regt die Funktion der Galle an und stärkt die Nerven.
Im Mittelalter galt Beifuß auch als sehr wirksames Mittel gegen und für Hexerei. Er war ein Bestandteil vieler magischer Rezepturen. Angeblich wehrte Beifuß auch Blitze ab und hielt Seuchen fern, wenn er am Dachfirst mit den Spitzen nach unten angeheftet wurde.
Die Blütenrispen des Beifuß werden in der Küche zum Würzen von Braten verwendet. Oft dient er auch als Ersatz für Majoran.
Es ist empfehlenswert, dieses Gewürz bei fettem Geflügel (Ente, Gans) sowie Schweine- und Wildschweinbraten zu probieren, da diese Speisen dadurch bekömmlicher sind. Beifuß ist auch zum Würzen von Kraut- und Pilzgerichten geeignet.
Zusammen mit etwas Pfefferminze gekocht, eignet sich das Kochwasser sehr gut zum Zubereiten von Fleischsalaten.

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