Schlagwort-Archiv: Heilpflanze

Rot-Klee (Trifolium pratense) – eine alte Heilpflanze

Rot-Klee (Trifolium pratense)

auch Wiesen-Klee genannt, ist eine krautartige Wiesenpflanze, die durch eine typische dreifache Anordnung der Blätter gekennzeichnet ist. Die Blüten sind im Blütenstand gesammelt, der Kopf ist umgeben von niedrigeren apikalen Blättern. Als Mutation treten selten vierblättrige Kleeblätter auf, die landläufig als Glücksbringer gelten. Rot-Klee blüht von Mai bis September, die Samen reifen von September bis Oktober. Durch seinen hohen Eiweißgehalt ist Rot-Klee auch eine wertvolle Futterpflanze. Daher wird Rot-Klee auch als Kulturpflanze für die Futterverwertung angebaut.

Geschichte

Rot-Klee ist eine seit langem bekannte Heilpflanze. Im Mittelalter wurden dem Rot-Klee sogar besondere Kräfte nachgesagt.
Das Verbreitungsgebiet der Pflanze erstreckt sich von Europa bis Mittelasien. Davon abgesehen findet man Rot-Klee auf nassen Wiesen, vereinzelt auf Rasen, an Wegrändern und in lichten Wäldern in nährstoffreichen Böden.

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Sanddorn (Hippophae rhamnoides) – eine nützliche Heilpflanze

Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) und stammt ursprünglich aus Nepal. Durch eiszeitliche Verschiebungen, beginnend etwa vor 17.000 Jahren, kam es von dort zur weiteren Verbreitung. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich heute überwiegend in Ost- und Westasien, jedoch auch in Mitteleuropa und im nordwestlichen Europa, mit der nördlichsten Grenze in Norwegen. Sanddorn ist ein dorniger sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 m. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, weidenähnlich und mit kurzen Stielen. Erste Früchte bildet Sanddorn nach sechs bis acht Jahren. Er blüht im April und Mai, vor dem Laubaustrieb oder gleichzeitig mit ihm. Von Anfang August bis Anfang Dezember reifen 6 bis 8 mm lange, ovale, orangerote bis gelbe Steinfrüchte, deren Duft an den Geruch von Zitrusfrüchten erinnert, und in denen sich ein dunkelbrauner Samen befindet. Wild wächst Sanddorn in Tälern, Auen von Flüssen und Seen, auf nährstoffreichen Sand- und Kiesböden, aber auch auf salzhaltigen Böden am Meer.
Weltweit genießt Sanddorn die besondere Aufmerksamkeit der Gärtner, da seine Früchte außergewöhnliche biologische Eigenschaften besitzen. Die verschiedenen Kultursorten sind produktiver als die Wildsorten, haben weniger Dornen und die Früchte sind größer und süffig.

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Zitrone (Citrus × limon) – altes Hausmittel und Naturheilmittel

Zitrone (Citrus × limon)

ist die etwa faustgroße Frucht eines immergrünen Baumes in Höhe von 3 bis 7 m aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae), mit stacheligen Zweigen und hellen weißen Blüten, die auf der Unterseite rosa bis violett sind. Die Hauptanbaugebiete sind in Südamerika, Zentralasien, im Mittelmeerraum und in den USA. In Mitteleuropa war die Zitrone früher ein fester Bestandteil von Orangerien, auch ist sie als Zimmerpflanze beliebt.
Zitronenbäume tragen fast das ganze Jahr gleichzeitig Blüten und Früchte. Das gilt als eine botanische Besonderheit. Der Früchte (Citri fructus) tragende Baum produziert Zitronen mit einem Gewicht von 200 bis 400 Gramm, eiförmige Früchte mit gelber oder gelb-grüner Schale und sauer saftigem Fruchtfleisch und ist in 8 bis 12 Schnitze aufgeteilt. Je nach Sorte enthält die Zitrone mehr oder weniger weiße Kerne.

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Basilikum (Ocimum basilicum) – eine alte Heilpflanze

Basilikum (Ocimum basilicum)

auch Basilienkraut genannt, stammt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen in Südasien, Afrika und Iran. Seine engere Herkunft ist wahrscheinlich Afrika. Nach Europa gelangte er durch Soldaten von Alexander von Mazedonien, die von den Feldzügen aus Asien zurückkehrten, nach Deutschland kam Basilikum wahrscheinlich im 12. Jahrhundert n. Chr., in Russland erschien er im 18. Jahrhundert und wurde dort vor allem als Heilpflanze verwendet. Heute ist der Basilikum weltweit verbreitet, auch in Europa. In Europa ist er als Garten-, Topf- und Gewürzpflanze eingebürgert.

Geschichte

Der Basilikum hat kleine grüne Blätter und weiße Blüten. Er ist eine angenehm herb riechende Pflanze.
Bereits rund 1000 v. Chr. wurde Basilikum als Gewürz-, Heil- und Zierpflanze in Vorderindien angebaut. Durch Funde in Pyramiden ist der Anbau in Ägypten bereits im Altertum belegt.
Schon seit Jahrtausenden wird der Basilikum auch als Heilpflanze verwendet, die gesundheitsfördernde Wirkung von Basilikum ist heute medizinisch anerkannt.

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Banane (Musa) – eine der ältesten Kulturpflanzen

Banane (Musa)

ist eine der ältesten Kulturpflanzen und fand erste schriftliche Erwähnung in indischen buddhistischen Schriften aus dem 5. bis 6. Jahrhundert vor Christus. Wahrscheinlich war sie zu diesem Zeitpunkt bereits durch Seefahrer in Indien eingeführt. Nach archäologischen Funden war sie auch bereits vor der Ankunft der Europäer in Südamerika bekannt.
Ursprünglich stammt sie aus dem tropischen Südostasien, wahrscheinlich insbesondere vom Malaiischen Archipel. Von dort wurde sie in die Länder Asiens und Kleinasiens, später auch nach Afrika und Süd- und Mittelamerika, verbreitet.
Die Hauptanbaugebiete von Kultursorten befinden sich heute in Südostasien und Südamerika. Zur Pflanzengattung gehören über 40 Arten, die hauptsächlich in Südostasien und auf den pazifischen Inseln verbreitet sind. Zu den nördlichsten Arten gehören die Japanische Banane (Musa basjoo), beheimatet auf den Inseln von Ryukyu. Als Zierpflanze wird sie an der Schwarzmeer-Küste vom Kaukasus, auf der Krim (Ukraine) und in Georgia (USA) angebaut.

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Anfänge der Heilung von Krankheiten durch den Menschen

Anfänge der Heilung von Krankheiten

lassen sich in der menschlichen Entwicklung durch archäologische Funde bis in die Zeit vor etwa 2 Millionen Jahren zurückverfolgen. Anhand wissenschaftlich gesammelter Informationen ist heute davon auszugehen, dass bereits die frühesten Menschen Heil- und Giftpflanzen, Mineralien und tierische Stoffe kannten, die sie im Kampf gegen ihre Krankheit benutzten. Auch gab es wahrscheinlich bereits soziale Beziehungen zur kollektiven Betreuung erkrankter Verwandter.
Ebenfalls gab es aller Wahrscheinlichkeit nach auch bereits Anfänge der Hygiene in den Unterkünften, wie den Höhlenwohnungen oder den Lagern unter freiem Himmel, unter Nutzung des Feuers. Doch gab es in der Frühzeit noch keine Bestattungen und damit verbundene religiöse Überzeugungen, wie den Totenkult und magische Handlungen. Diese frühen Vorfahren des heutigen Menschen dachten wahrscheinlich noch sehr abstrakt.
Erst beim Neanderthaler ist die Bestattung der Toten (vor etwa 70 bis 50 Tausend Jahren) und damit verbunden ein Totenkult nachgewiesen. Anhand der Auswertung von Bodenfunden in Gräbern von erkrankten Menschen wurde festgestellt, dass zu den Grabbeigaben auch Heilpflanzen gehörten, die es heute noch gibt. Unter ihnen waren Schafgarbe (Achillea), Tausendgüldenkraut (Centaurium), Greiskräuter (Senecio), Meerträubel (Ephedra), Eibisch (Althaea), Malvengewächse (Malvaceae), Liliengewächse (Liliaceae) und mehr.

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