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Gesunde Frau – Rezepte gegen alle Beschwerden – Herbst

Rezepte gegen alle Beschwerden – Herbst

Die gesunde Frau – das Heilwissen der russischen Volksmedizin beruht ausschließlich auf Erfahrung und Beobachtung und wird von Generation zu Generation, sowohl mündlich als auch schriftlich, weitergegeben. Bei den Heilmitteln dieser Medizin ist typisch, dass auch die in der täglichen Ernährung des Volkes verwendeten Pflanzen, wie Hafer, Kartoffeln, Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Rettich, Rüben und vieles mehr, für Heilzwecke ihre Anwendung finden. Für die Zubereitung von Tinkturen, Aufgüsse und Sude können Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanzen getrocknet oder frisch verwendet werden. Bei der Verwendung von Pflanzenölen sollte stets auf kalt gepresste Öle zurückgegriffen werden.
In jedem Fall sollten Sie stets nur eines der angegebenen Rezepte anwenden. Natürlich können Sie nacheinander mehrere ausprobieren, Sie sollten sich aber immer an den angegebenen Anwendungszeitraum halten und niemals gleichzeitig mehrere Mittel für einen Heilzweck verwenden, da diese gemeinsam angewandt ihre jeweilige Wirkung gegenseitig verstärken oder aufheben oder auch unvorhergesehene Nebenwirkungen verursachen können. Dies gilt ebenfalls für andere Mittel, die Sie ohne ärztliche Verordnung gleichzeitig und unabhängig von den beschriebenen Rezepten verwenden.

Im folgenden Abschnitt finden Sie eine Übersicht zur Heilwirkung der Rezepte aus dem Bereich „Herbst“ zur Behandlung typischer „Beschwerden“ der Frau mit dem Heilwissen der russischen Volksmedizin, die durch die Familientradition der Autorin überliefert sind.

Wie bereits im Abschnitt „Frühling“ erwähnt, verläuft das Leben eines Menschen, ob Frau oder Mann, ähnlich dem Kreislauf in der Natur – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. In jedem Lebensabschnitt gibt es auch typische Krankheitsbilder. Daran angelehnt ist im vorliegenden Buch auch die Gliederung nach Frühling (12 bis 25 Jahre), Sommer (26 bis 40 Jahre), Herbst (41 bis 60 Jahre) und Winter (ab 61 Jahre).

Der Herbst – das Alter von 41 bis 60 Jahren
Beschwerden nach einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Die Rezepte können bei einigen Problemen für Abhilfe sorgen. Sie normalisieren den Hormonhaushalt, stellen die reguläre Tätigkeit des Nervensystems wieder her, stabilisieren die Arbeit der Harnblase sowie des Herz-Kreislauf-Systems und lindern Hitzewallungen.

Fettleibigkeit (Adipositas)

In Verbindung mit einer energiereduzierten Ernährung und ausreichend körperlicher Bewegung, helfen die Rezepte längerfristig zu einem Normalgewicht zurückzukehren. Sie verringern den Appetit, normalisieren den Stoffwechsel und fördern die Fettverbrennung im Organismus. Zusätzlich normalisieren einzelne Rezepte die Arbeit des Hormon- und Nervensystems.

Gebärmuttergeschwulste (Myome)

Die vorliegenden Rezepte lassen die Gebärmuttergeschwulste zurückgehen und behindern deren Neubildung und/oder normalisieren die Arbeit des Hormonsystems, lösen die Gebärmuttergeschwulste auf und stärken das Immunsystem.

Gebärmutter- und Scheidensenkung

In Ergänzung zur ärztlich verordneten Therapie können die Rezepte helfen, die normale Muskelspannung der Scheide wiederherzustellen.

Juckreiz im Genitalbereich (Pruritus genitalis)

Die Rezepte entfernen die Entzündung und lindern das Jucken oder zusätzlich das Nervensystem der Haut.

Krampfadern (Varizen)

Die Rezepte verbessern die Arbeit der Venenklappen und stellen die Elastizität den Venenwände wieder her oder behindern zusätzlich auch das Erscheinen von trophischen Geschwüren.

Osteochondrose

Die Rezepte können bei einzelnen Problemen für Abhilfe sorgen. Sie reinigen die Wirbelgelenke von Salzablagerungen, verbessern die Beweglichkeit der Wirbelsäule und lindern die Schmerzen und/oder verbessern auch die Versorgung der Wirbelgelenke mit Nährstoffen.

Wechseljahrsbeschwerden (Klimakterium)

Die Rezepte können bei einzelnen Problemen für Abhilfe sorgen. Sie normalisieren den Blutdruck sowie den Schlaf und lindern Hitzewallungen und/oder beruhigen zusätzlich das Nervensystem, vermindern die Reizbarkeit und beruhigen die Herzschmerzen.

Bei einzelnen hormonell bedingten Problemen des Herz-Kreislauf-Systems können weitere Rezepte die Arbeit des Herz-Kreislauf-Systems verbessern, Herzschmerzen sowie das Nervensystem beruhigen und den Blutdruck regulieren und/oder der Entwicklung von Arteriosklerose vorbeugen.

Weißschwielenkrankheit im Genitalbereich (Leukoplakie)

Die Rezepte lindern das Jucken, wirken gegen die Entzündung und stellen die normale Struktur der Schleimhaut wieder her.

Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)

Die Rezepte stellen die normale Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane wieder her, normalisieren die Arbeit des Hormonsystems und verhindern die Entwicklung von krankhaften Hautzellen.

Mumijo – ein bewährtes Heilmittel der Volksmedizin

Mumijo (Depuratus Mumijo)

ist ein natürliches Präparat, das bei den Erkrankungen des stütz-motorischen Apparats, wie Osteochondrose, Osteoporose und Radikulitis und vielen weiteren Erkrankungen, wie Diabetes, Sklerose, Hypertonie, Herz- und Kreislaufstörungen und Myokardinfarkt angewendet wird.

Es ist in Russland ein offiziell zugelassenes Medikament. In der zentralasiatischen Volksmedizin gilt es seit Jahrtausenden als ein bewährtes Heilmittel.

Aufgrund seiner heilenden Eigenschaften wurde Mumijo in den letzten Jahren auch der Gegenstand des sorgfältigeren Studiums durch Vertreter der wissenschaftlichen Medizin. Zu seinen Bestandteilen gehören etwa 28 bis 32 chemische Substanzen, 30 Makro- und Mikroelemente, etwa 10 verschiedene Metalloxyde, 6 Aminosäuren und eine ganze Reihe von Vitaminen, wie der Vitamin-Gruppe B und anderen. Es besteht aus etwa 95 Komponenten, die von der Natur zusammengesetzt wurden. Mumijo gehört zu den Präparaten, die dem Organismus helfen sich an die ungünstigen Einwirkungen der Umwelt anzupassen, seine Immunität zu den natürlichen Faktoren erhöhen, stärkend wirken und aktiv den Stoffwechsel beeinflussen.

Über den Entstehungsprozess des Mumijo gibt es keine einheitliche Meinung. Es gibt unterschiedliche Theorien, die jeweils von einem tierischen- bzw. pflanzlichen Ursprung ausgehen. Allerdings haben alle Fundstätten gemeinsame Merkmale. Es handelt sich um Orte mit einer langen und intensiven Sonnenbestrahlung, die Luft ist besonders sauber und es existiert ein spezielles Pflanzenbewuchsspektrum.

Bedeutende Fundstätten befinden sich in Zentralasien, so im Himalaja und im Altai (Mumijo Altai besitzt eine sehr hohe Wirkstoffkonzentration). Die häufigste Fundform des Roh-Mumijo sind poröse Gesteinsbrocken in Höhlen, Nischen und Felsspalten, sowohl auf dem Boden liegend, als auch an der Decke hängend.

Äußerlich ähnelt Mumijo dem Harz, es hat eine glänzende Oberfläche, einen bitteren Geschmack und sein spezifischer Geruch erinnert an Erdöl, die Farbe schwankt von hellbraun bis schwarz. Im heißen Wasser löst sich Mumijo gut auf, verliert aber seine Eigenschaften bei falscher Aufbewahrung.

Für die Behandlung der Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates wird Mumijo äußerlich, in Form von Einreibungen und Kompressen, und auch innerlich angewendet
Kompresse

Für die Kompresse wird eine 3-prozentige Lösung vorbereitet. Dazu lösen Sie 3 g Mumijo in 100 ml heißem Wasser auf, durchtränken in der Lösung ein Stück Leinen- oder Baumwollstoff, legen den Stoff auf den wunden Punkt, bedecken ihn mit Kunststofffolie und fixieren die Kompresse mit einem Verband.

Alternativ können die wunden Punkte auch mit einer Salbe, die auf der Grundlage des Mumijo hergestellt wurde, eingerieben werden. Damit die Salbe nicht an den Händen festklebt, schmieren Sie diese vorher mit abgekochtem Pflanzenöl ein.

Die Anwendung des Mumijo ist auf 20 Tage begrenzt, dann ist eine Pause von 10 Tagen nötig und danach wird die Behandlung gegebenenfalls wiederholt.

Mit dem gleichzeitigen Trinken einer Mischung aus 1 Teil Honig und 20 Teilen Milch (200 ml) kann der Heileffekt des Mumijo verstärkt werden, ebenfalls auch durch eine Massage der wunden Punkte.

Radikulitis

Bei einer akuten Radikulitis hilft eine Mischung aus Mumijo und medizinischem Schwefel. Dazu ergänzen Sie zu 5 Tropfen heißem Wasser 2 g Mumijo und 1 g medizinischen Schwefel und reiben die Mischung in den wunden Punkt ein. Diese Mischung eignet sich auch zur Verwendung als Kompresse.

Stärkung des Organismus

Zur allgemeinen Stärkung des Organismus kann ein- bis zweimal im Jahr eine prophylaktische Kur mit Mumijo durchgeführt werden.

Lösen Sie dazu аm Аbend 2 g Mumijo in 200 ml heißem Wasser auf und lassen die Lösung bis zum Morgen stehen.
Von der Lösung nehmen Sie 1-mal täglich, morgens auf nüchternem Magen, 20 ml 30 Minuten vor dem Frühstück ein und trinken danach sofort einen Schluck Milch oder süßen Tee nach.

Das Präparat wird im Kühlschrank aufbewahrt (es ist ausreichend für einen Zyklus von 10 Tagen) und wie folgt angewendet:

10 Tage Einnahme, 10 Tage Pause, 10 Tage Einnahme, 10 Tage Pause, 10 Tage Einnahme.

Danach ist die Kur beendet und sollte erst nach 6 bis 12 Monaten wiederholt werden. Eine solche Kur eignet sich auch zur Unterstützung der Behandlung bei Osteochondrose, Osteoporose, Radikulitis und anderen Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates.

Hinweise: In Russland wird überwiegend Mumijo-Altai in Tablettenform verwendet. Bei den Rezepten der Volksmedizin werden diese Tabletten zur Anwendung immer in heißem Wasser aufgelöst. Der fertigen Lösung kann noch eine Prise Zucker zugegeben werden, was die Aufnahme der Wirkstoffe über das Blut fördert. Die in russischen Apotheken erhältlichen Tabletten haben meist ein Gewicht von je 0,2 Gramm. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise bei der Mengenangabe von 2 Gramm Mumijo die Lösung unter Verwendung von 10 Tabletten Mumijo herstellen müssen.

Verwenden Sie Mumijo niemals in hoher Dosierung. Während der Behandlung mit Mumijo darf kein Alkohol getrunken werden, denn er vermindert dessen Wirkung.

Präparate des Mumijo (Tablettenform) können Sie unter Shop-AMAZON finden.

Schmerzen – durch Ablagerungen in der Wirbelsäule

Schmerzen in der Wirbelsäule

Um Schmerzen in der Wirbelsäule, die durch die Ablagerung von Salzen entstehen, zu lindern und den allgemeinen Zustand wieder zu verbessern, kann die Kombination der folgenden Heilmethoden und Heilmittel aus der russischen Volksmedizin sehr nützlich sein:

Physiotherapie mit einem hölzernen Hämmerchen

Machen Sie sich ein hölzernes Hämmerchen mit einem langen Griff und etwa 1 cm² großer Hammerfläche und kleben auf die Hammerfläche ein etwa 1 mm dickes weiches Gummistück. Danach nehmen Sie das Hämmerchen in die rechte Hand und beklopfen damit (allmählich verstärkend) die rechte Schulter, das Schulterblatt und die Wirbelsäule, später erfolgt dasselbe auf der linken Seite des Körpers.
Mit dem Hämmerchen wird immer von oben nach unten geklopft, jedoch niemals auf den Halsbereich.
Diese Anwendung kann sitzend am Abend, vor dem Fernseher, am Morgen vor dem Frühstück oder zu jeder anderen bequemen Zeit gemacht werden. Die Hauptsache ist, sie erfolgt regelmäßig.

Physiotherapie mit einem runden Stück Holz

Beschaffen Sie sich ein rundes Stück Holz mit dem Durchmesser von 5 cm bis 6 cm und einer Länge von 1 m bis 1,10 m, legen es auf den Boden, legen sich mit dem Rücken darauf und fahren damit wie mit einer Walze für 15 bis 20 Minuten auf dem Boden. Am nächsten Tag ist es möglich, dass diese Übung nur unter Schmerzen wiederholt werden kann, jedoch sind diese Schmerzen normal und können einige Tage anhalten.
Wenn Sie diese Übung regelmäßig machen, dann werden die Schmerzen schnell vergehen und ihre positive Wirkung wird spürbar.

Jodnetz mit Jodtinktur

Machen Sie nach den obigen zwei Übungen ein Jodnetz mit einer handelsüblichen Jodtinktur (5 %) aus der Apotheke. Es leistet die beruhigende Wirkung über die Haut, dehnt die Hautkapillaren aus, trägt zur Durchblutung bei und verringert die Stagnation in den erkrankten Bereichen. Auch lindert das Jodnetz die Schmerzen.
Dazu nehmen Sie ein Streichholz, wickeln auf dessen Ende ein Stückchen Watte, feuchten die Watte in dem Jod an und zeichnen damit auf jede schmerzende Stelle ein Gitternetz mittels Strichen (senkrechte und horizontale Streifen mit einer Breite von ungefähr 1 cm). Das machen Sie so lange bis das Jod nicht mehr von der Haut aufgesogen wird. Auch im Halsbereich kann das Jodnetz gemacht werden.

Das Jodnetz ist wirksamer, wenn es nach bestimmten Linien durchgeführt wird, da die Verbindung zwischen Punkten auf der Haut und inneren Organen existiert.
Es kann auch zur Behandlung der gesamten Wirbelsäule genutzt werden, da es bei den Schmerzerscheinungsformen einer Osteochondrose als ein linderndes und entzündungshemmendes Mittel wirkt.
Dazu führen Sie zuerst zu beiden Seiten der Wirbelsäule senkrechte und parallele Striche aus, beginnen durch die inneren Ränder des Schulterblattes, dann entlang der Wirbelsäule und in der Mitte zwischen diesen Linien und der Wirbelsäule. Die horizontalen Linien werden auf Höhe der Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbeln gemacht.

Hinweis: Beachten Sie, das Jodnetz darf nicht mehr als 2 bis 3-mal pro Woche aufgetragen werden und es ist nicht anzuwenden, wenn Fieber oder eine Jodallergie vorliegt.

Skelett und Muskeln – der stütz-motorische Apparat

Skelett und Muskeln

bilden den stütz-motorischen Apparat unseres Körpers. Mit seiner Tätigkeit ist die führende Funktion im Organismus – die Bewegung – verbunden. Dabei erbringen das Skelett und seine Verbindungen den passiven Teil der Bewegung, und die Skelettmuskeln, die an den Knochen befestigt sind, den aktiven Teil.
Das menschliche Skelett besteht aus den Knochen und deren Verbindungen. Es erfüllt die Stütz- und Schutzfunktionen und die motorische Funktion, da die Knochen wie Hebel von den an ihnen befestigten Muskeln bewegt werden. Auch nehmen die Knochen am Austausch der mineralischen Stoffe teil und enthalten das rote Knochenmark, das Organ der Blutbildung. In ihm bilden sich die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen und die weißen Blutkörperchen. Die Knochensubstanz besteht aus Knochenzellen, die in die so genannte „Knochenmatrix“ eingebettet sind. Alle Knochenzellen sind durch Zellfortsätze untereinander verbunden. Ein eigenes Blutgefäßsystem versorgt die Knochenzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Strukturelle Einheit eines Röhrenknochens ist ein Osteon. Es besteht aus einem zentralen Kanal, der zwei Osteonen enthält. Um diesen Kanal sind konzentrische Knochenlamellen angeordnet, die aus Knochenzellen und der sie umgebenden Grundsubstanz bestehen. Der Kanal enthält die Blutgefäße und die Nerven.

Die Verbindungen der Knochen gewährleisten die Beweglichkeit und die Immunität der Teile des Skeletts. Diese Verbindungen teilen sich in zwei Hauptgruppen auf – ununterbrochen und abgebrochen.
Zu den ununterbrochenen Verbindungen gehören die Knorpelverbindungen – die Bandscheiben zwischen den Wirbelknochen – aus denen die Wirbelsäule besteht.
Die abgebrochenen Verbindungen sind die Gelenke – die beweglichen Verbindungen der Knochen.
Das menschliche Skelett zählt etwa 206 Knochen auf und es besteht aus dem Skelett des Rumpfes mit Wirbelsäule und Brustkorb, dem Skelett des Kopfes mit Gehirn- und Gesichtsabteilung und dem Skelett der Gliedmaßen.

Es existiert die alte sprichwörtliche Redensart: „der Mensch ist so jung, inwiefern seine Wirbelsäule jung ist“.
Der Mensch weiß von der Wirbelsäule eigentlich sehr wenig, obwohl seine Gesundheit vom Zustand der Wirbelsäule in vieler Hinsicht abhängig ist. Die gestörten Funktionen der Wirbelsäule bilden die Ursache vieler Krankheiten.
Jedoch, wie das Leben zeigt, die Menschen verhalten sich zur Stütze ihres Körpers – der Wirbelsäule – oft sehr sorglos.
Seitens der Ärzte wird behauptet, dass jeder dritte an dieser oder jener Erkrankung des stütz-motorischen Apparates leidet. Der Schmerz in der Lende, in der Brust, dem Hals und den Beinen – kann die Invalidität bringen.

Die Wirbelsäule

ist das Hauptorgan, mit dessen Hilfe sich die Bewegung verwirklicht, aber es erfüllt gleichzeitig noch eine Reihe anderer Funktionen. Es dient zur Stütze für den ganzen Körper, dem Kern, in dem sich alle übrigen Organe befinden. Sie bildet nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers, sie verbindet auch alle anderen Teile des Skelettes miteinander.
Die Dichter vergleichen die Wirbelsäule mit einer Flöte, die Ärzte bezeichnen sie als sein Futteral für das Rückenmark, die Wurzeln der Spinalnerven und der Blutgefäße. Sie schützt, wie die Feder, die anderen Organe vor den Beschädigungen – das Gehirn, die Lungen, die Leber, das Herz. Auf sie legen sich die großen Belastungen, deshalb sollte sie immer genügend „fest“ sein. Die Wirbelsäule kommt mit dieser Belastung dank ihrer einzigartigen Konstruktion sehr gut zurecht.

Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 33 bis 34 Wirbeln. Wirbelbögen zweier benachbarter Wirbel lassen als Zwischenraum auf jeder Seite das Zwischenwirbelloch frei, durch das auf jeder Etage ein Rückenmarksnerv (Spinalnerv) aus dem Wirbelkanal austritt. Mit Ausnahme des ersten und zweiten Halswirbels und der miteinander verschmolzenen Kreuz- und Steißbeinwirbel sind zwei benachbarte Wirbel immer durch eine Bandscheibe miteinander verbunden. Diese liegt jeweils zwischen den beiden Wirbelkörpern und besteht aus Faserknorpel mit einem relativ festen, äußeren, bindegewebigen Ring und einem weichen, inneren Kern. Aufgaben der Bandscheiben sind das Abdämpfen von Stößen und Erschütterungen sowie die bewegliche Verbindung der einzelnen Wirbel miteinander. Die Bandscheiben bilden unechte Gelenke in Form einer knorpeligen Knochenverbindung. Vor allem durch kräftige Bänder wird die Stabilität der Wirbelsäule gewährleistet, die sich über ihre gesamte Länge erstrecken. Der Mensch hat sechs Bänder bzw. Bandsysteme, die für die Stabilität der Wirbelsäule von großer Bedeutung sind. Sie geben der Wirbelsäule Halt und Beweglichkeit und ermöglichen mit ihren stabilisierenden und elastischen Strukturen der Wirbelsäule zahlreiche Bewegungen. Unterstützt werden sie von den zahlreichen Rückenmuskeln.

Die Bandscheiben

sind eine flexible, faserknorpelige Verbindung zwischen Wirbeln. Sie versuchen die Wirbel voneinander abzustoßen und die Bänder behindern es. Die Wirbelsäule des Menschen besitzt 23 Bandscheiben, die 25 Prozent der Gesamtlänge der Wirbelsäule ausmachen. In ihrem Inneren befindet sich ein zellarmes gallertartiges Gewebe mit einem hohen Wassergehalt.
Wofür ist diese Flüssigkeit nötig? Die Ärzte erklären, dass sie die Wirbelsäule „nährt“. Wird Druck auf die Bandscheiben ausgeübt, dann verlieren sie diese Flüssigkeit. Dadurch schrumpft ein Mensch am Tag um bis zu drei Zentimeter. Bei Entlastung im Liegen, also beim Schlafen oder Ruhen, saugen die Bandscheiben die Flüssigkeit wieder wie ein Schwamm auf. Dieser Druckwechsel zwischen Be- und Entlastung ist auch eine Grundvoraussetzung für die Nährstoffversorgung der Bandscheiben, da der erwachsene Mensch mit Abschluss seines Wachstums in den Bandscheiben keine Blutgefäße mehr besitzt, die diese Aufgabe übernehmen könnten.
Die Widerstandsfähigkeit der Bandscheiben gegenüber den Kräften der Kompression kann jeden verwundern. Bei einer Belastung von 100 kg wird die Bandscheibe nur um 1,4 mm zusammengepresst. Selbst bei sehr hohen Druckbelastungen nehmen praktisch nie die Bandscheiben Schaden, sondern es brechen stets die Wirbelkörperdeckplatten ein.
Die gute Haltung, die Fähigkeit des Menschen, sich zu beugen, umzudrehen und weit auseinander zu biegen, sind in bedeutendem Ausmaß vom Zustand der Bandscheiben bedingt.

Von Oben nach Unten

wird die Wirbelsäule in fünf einzelne Abschnitte unterteilt – die Halswirbelsäule, die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein und das Steißbein. Die Wirbelsäule (es kann jeder sehen) stellt keine Gerade dar, sie ist gebogen. Im Brust- und Kreuzbeinbereich sind die Biegungen von der Rundung rückwärts, und im Hals- und Lendenbereich vorwärts gerichtet. Diese Biegungen helfen die Stöße zu mildern, die beim Gehen, dem Lauf und dem Sprung entstehen sowie die großen körperlichen Belastungen zu ertragen.
Beim gesunden Menschen wird der Rücken rund zum Zentrum der Wirbelsäule. Seine Haut ist dicht, bewegungsarm nach dem Zentrum und gut verschoben auf die Seiten. Unter der Haut zeigen sich deutlich die Muskeln. Die erscheinenden Beschränkungen in der Beweglichkeit der Wirbelsäule, so auch im Rücken, stören den Blutkreislauf nicht nur der Nervenstämme und Wirbel, sondern auch der Muskeln. Deshalb haben Erkrankungen der Wirbelsäule auch eine große Auswirkung auf den Zustand der Muskeln.

Osteochondrose – Tipps und Empfehlungen zur Ernährung

Osteochondrose – Ernährung

Osteochondrose ist eine tückische Krankheit, die über Jahre verläuft, wobei sie auch immer mehr jüngere Generationen erfasst. Jedoch kann man einer Osteochondrose mit verschiedenen Mitteln wirksam begegnen, besonders in der Frühzeit ihrer Entwicklung. Dazu gehören spezielle gymnastische Übungen oder auch eine auf die Osteochondrose abgestimmte Ernährung. Beim Vorhandensein einer Osteochondrose ist es beispielsweise immer wichtig, wenn der Betroffene seine Ernährung auf die Osteochondrose einstellt.

Die russische Medizin gibt für die Ernährung bei einer Osteochondrose folgende Empfehlungen

Bei einer Osteochondrose sollten Sie scharfe und salzige Speisen, Lebensmittelzusatzstoffe, stark alkoholhaltige Getränke, Kaffee und schwarzen Tee aus Ihrer Ernährung ausschließen.
In den Winter- und Frühlingsperioden ist es nötig, ergänzend zur täglichen Nahrung, Multivitamine in Form von Apothekenpräparaten einzunehmen.

Bereits zum Frühstück sollten Sie bei einer Osteochondrose 1 l Flüssigkeit trinken. Alle Speisen nur minimal salzen, das Fleisch oder den Fisch kochen bzw. fettarm braten oder grillen, das Gemüse schonend garen.
Weißbrot, Graubrot, Mischbrot aus Roggen und Weizen, Knäckebrot, Biskuit und Gebäck aus Teigen mit wenig Salz und ohne Ei, Zucker und Butter können Sie unbedenklich essen, jedoch sollten Übergewichtige die Menge dieser Nahrungsmittel begrenzen.

Der vegetarische Anteil in Ihrer Nahrung sollte bei einer Osteochondrose überwiegen. Empfohlen wird, mindestens einmal pro Woche eine Gemüsesuppe, Borschtsch, Kohlsuppe, Betensuppe, Getreide-, Milch- und Fruchtsuppe oder eine Suppe mit nur geringem Fleisch- und Fischanteil zu essen.

Beim Fleisch sollten Sie bei einer Osteochondrose Geflügelfleisch und fettarmes Fleisch wie Hühner- und Truthahnfleisch, Rindfleisch und Hammelfleisch bevorzugen. Die dafür empfohlenen Zubereitungsformen sind kochen, überbacken, grillen oder fettarm braten.

Fisch wie Dorsch, Barsch, Kabeljau, Zander u.a. sollte bei einer Osteochondrose mehrmals in der Woche auf Ihrem Speiseplan stehen. Dagegen wird marinierter Hering nur einmal pro Woche empfohlen.
Eier sollten Sie vorzugsweise in Form sehr weicher Omeletts essen, allerdings bei begleitender Arteriosklerose nicht mehr als 3 Eier in der Woche.

Mit vollwertigen Pflanzenölen sollten Sie bei einer Osteochondrose die Hälfte der Gesamtmenge Ihres täglichen Fettbedarfes abdecken und Hammel-, Rinds- und Schweinefette nur sehr sparsam verwenden.
Für den kleinen Imbiss eignen sich Fisch in Aspik, Hühner- und Truthahnfleisch, Kalbfleisch, fettarmer Schinken und fettarme Wurst, milde Käse, Obst- und Gemüsesalate.

Ihre Speisen sollten Sie bei einer Osteochondrose vorzugsweise mit Lorbeerblatt, Dill, Petersilie, Zimt und Nelke würzen und dazu Milch-, Gemüsesud-, Frucht- und Beerensoßen reichen.
Grützen und Teigwaren wie Breie und Aufläufe aus Haferflocken, Buchweizen, Hirse, Reis, Makkaroni und Fadennudeln gehören ebenfalls in Ihren Speiseplan, jedoch sollten Übergewichtige die Menge dieser Speisen begrenzen.

Mit Pflanzenöl angerichtete Salate aus gekochtem- und frischen Gemüse, dürfen bei einer Osteochondrose auch nicht fehlen. Dazu eignen sich Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Weiß- und Rotkohl, frische Tomaten und Gurken, Spinat, Kürbis und Melone, Pilze sind eingeschränkt verwendbar.
Alle Salate nur sehr schwach salzen und als Beilage reichen. Mit etwas Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Dill, Sellerie, Bohnen, Erbsen oder Wiesen-Sauerampfer können Sie die Salate garnieren. Bei begleitenden Gelenkentzündungen sollten Sie Salate und Garnierungen aus Bohnen, Erbsen, Wiesen-Sauerampfer und Spinat vermeiden.

Früchte, Beeren und Fruchtsäfte sind wertvolle Vitaminlieferanten. Das Angebot an Früchten und Beeren ist sehr vielfältig. Allerdings sollten Sie bei einer Osteochondrose den Genuss von Weintrauben und Traubensaft einschränken.

Bis zu 30 g Zucker am Tag schadet nicht, aber besser ist es ihn gegen Honig auszutauschen. Zum Süßen eignen sich auch Konfitüren und Marmeladen. Konditorerzeugnisse sollten Sie möglichst von Ihrem Speiseplan streichen.

Als Getränke eignen sich bei einer Osteochondrose Kräutertees, Gemüse-, Frucht- und Beerensäfte. Schwarzen Tee und Kaffeegetränke sollten Sie meiden. Über das Trinken eines Mineralwassers sollte Ihr Arzt bestimmen.
Alkoholische Getränke sind in der Ernährung unter den Bedingungen einer Osteochondrose verboten.

Allgemeine Informationen zu einer ausgewogenen Ernährung

Der Organismus braucht für die Aufrechterhaltung der Gesundheit die ausgewogene Zuführung von Vitaminen und Mikroelementen.

Vitamine
Vitamin A

Das Vitamin A ist notwendig für die gute Sehkraft, die Aufrechterhaltung des normalen Zustandes der Haut und der Schleimhäute. Menschen mit einem Mangel an Vitamin A leiden oft an Sehschwäche und Nachtblindheit. Ebenfalls kann es zu einer Herabsetzung der Knochendichte kommen, die Knochenwände werden fein und brüchig. Die reichhaltige Quelle für dieses Vitamin können Leber, Nieren, Herz und andere Lebensmittel tierischer Herkunft sein. Außerdem ist es in Pflanzen, der Leber einiger Seefische und Tiere als Provitamin A enthalten, das im Organismus des Menschen zum Vitamin A umgewandelt wird. Aber auch Karotin dient dem Organismus als Ausgangsstoff für die Umwandlung in das Vitamin A.

Einen reichen Gehalt an Karotin haben Möhren und Kohlgemüse wie Weißkohl, Kohlrabi, Spinat, Blumenkohl, Sauerkraut oder auch Brokkoli. In etwas geringerem Umfang ist es auch in Früchten und Beeren enthalten.

 Vitamin В1

Das Vitamin В1 (Thiamin) ist für die normale Arbeit des Nervengewebes, der Muskeln und des Herzens notwendig. Es unterstützt das Zersetzen der Brenztraubensäure, die sich bei der Verbrennung der Kohlenhydrate bildet, und verhindert damit deren schädliche Einwirkung auf den Organismus. Der Mangel an Vitamin В1 führt zu Störungen bei den peripheren Nerven der Gliedmaßen, zu Unregelmäßigkeiten im Herz-Gefäßsystem und zur Entstehung von Ödemen. Äußerlich zeigt sich der Mangel an Vitamin В1 in Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Gewichts- und Appetitverlust, Schwäche, Apathie und Depression. Bei niedriger Temperatur wächst das Bedürfnis nach dem Vitamin В1 und mit zunehmender Fettaufnahme sinkt es. In bedeutender Anzahl befindet sich das Vitamin В1 in Lebensmitteln aus Getreide und Bohnen, in Hefen und inneren Organen der Tiere.

Vitamin В2

Das Vitamin В2 (Riboflavin) verbessert den allgemeinen Zustand des Organismus, besonders des Auges, des Mundes und der Haut. Beim Mangel an Vitamin В2 sinkt das Gewicht, es wird Schwäche empfunden und es tritt ein Kneifen in den Augen auf. Weitere Erscheinungen können blutgerötete Augen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Rötung der Zunge und Risse in den Mundwinkeln sein. Vitamin В2 ist in pflanzlichen- und tierischen Lebensmitteln enthalten, besonders reich sind Milchlebensmittel, Backhefen und Bierhefen. Heftig wächst das Bedürfnis nach Vitamin B2 bei niedriger Temperatur und starkem Sonnenschein.

Vitamin В6

Das Vitamin В6 (Pyridoxin) ist im Organismus notwendig für die Verdauung, den Eiweiß- und Fettstoffwechsel und es verhindert Nerven- und Hauterkrankungen. Hauptmerkmale seines Mangels sind Reizbarkeit, Hautausschlag und verzögerte Reaktionen der Muskulatur. Besonders reich enthalten ist das Vitamin B 6 in Hefen, Weizenkeimlingen, Leber, Fisch, Rindfleisch und Bohnen.

Vitamin B9

Das Vitamin B9 (Folsäure) ist für die Gesundheit des Menschen auch sehr wichtig. Bei großem Mangel oder völlig fehlend in der Nahrung, erkrankt der Mensch an Blutarmut, was zu Störungen bei der Erythrozytenbildung im Knochenmark führt. Besonders reich enthalten ist das Vitamin B9 in Leber, Hefen und grünen Blattgemüsen.

Vitamin В12

Das Vitamin В12 (Cobalamin) ist notwendig für die Bildung und Regeneration der roten Blutkörperchen, die im Knochenmark gebildet werden. Es verhindert die Anämie und einige Erkrankungen der Leber, verbessert den Appetit bei Kindern und ist ein Stärkungsmittel für Erwachsene. Im Organismus zeigt sich der Mangel dieses Vitamins durch chronische Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Besonders reich an Vitamin В12 sind Rindsleber und Nieren, aber auch in Milch und Eiern ist es enthalten.

Osteochondrose – natürliche Heilmittel gegen die Beschwerden

Osteochondrose – Beschwerden

Eine Osteochondrose nimmt bereits im Alter von zwanzig bis dreißig Jahren ihren Anfang, entwickelt sich jedoch hauptsächlich erst nach dem vierzigsten Lebensjahr. Bereits beim jungen Menschen beginnen sich die Bandscheiben in der Wirbelsäule zu verändern. Sie verlieren an Umfang, Flüssigkeit und Elastizität. Dadurch wird die Verbindung zwischen den Wirbeln gestört und die Wirbelsäule hört auf flexibel zu sein. Die Osteochondrose beginnt mit Störungen im Flüssigkeitsaustausch der Bandscheiben, die zur Unterversorgung mit für die störungsfreie Funktion notwendigen Nährstoffen führt. Am Ende dieser Entwicklung können die Bandscheiben nicht mehr als fester und sicherer Dämpfer fungieren. Die in der Wirbelsäule ablaufenden Veränderungen wirken sich auf viele Organe negativ aus, die von den Nervenstämmen aus dem Rückenmark abhängig sind. Damit können sich Schmerzen der Leber, der Galle, des Herzens und des Darms erklären. Osteochondrose ist eine tückische Krankheit, die über Jahre verläuft, wobei sie immer mehr auch jüngere Generationen erfasst. Allerdings kann das Entstehen und Fortschreiten einer Osteochondrose mit speziellen gymnastischen Übungen (siehe Artikel „Osteochondrose – einfache gymnastische Übungen„), durch eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht verhindert bzw. auch angehalten werden.

Heilbäder gegen die Beschwerden

Für die Behandlung einer Osteochondrose kennt die traditionelle russische Medizin verschiedene natürliche Heilmittel. Sie lindern die Beschwerden einer Osteochondrose und helfen den allgemeinen Zustand zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise auch Heilbäder.

Die heißen Bäder erweitern die Blutgefäße und fördern den Blutkreislauf. Sie liquidieren die Stagnation des Blutes und unterstützen die Selbstsäuberung des Organismus. Seien Sie jedoch bei allen heißen Bädern vorsichtig, denn es kommt dabei zu einer erhöhten Kreislaufbelastung. Alle genannten Bäder sind mit einer Wassertemperatur von 36 bis 37 °C empfohlen (bei dieser Wassertemperatur gelangen im Wasser gelöste Wirkstoffe am besten über die Haut in den Organismus), die Badedauer sollte 10 bis 15 Minuten nicht überschreiten.

R E Z E P T E

Zerstoßen und mischen Sie 1 TL getrocknete Kalmuswurzel (Acorus calamus), 5 TL Schlehdornbeeren (Prunus spinosa), 3 TL Oregano (Origanum vulgare), 5 TL Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), 2 TL Minze (Mentha), 2 TL Kieferknospen (Pinus), 4 TL Dreifarbiges Veilchen (Viola tricolor), 3 TL Bohnenkraut (Satureja hortensis) und 2 TL Eukalyptusblätter (Eucalyptus).
Von der Mischung übergießen Sie 4 TL mit 1 l kochendem Wasser, lassen sie kurz aufkochen und dann den Aufguss 6 Stunden ziehen. Danach geben Sie den Aufguss als Badezusatz in 1 Vollbad.

Geben Sie je 2 Handvoll getrocknete Birkenblätter (Betula), Lambertshaselnuss (Corylus maxima), Brennnessel (Urtica) und Heidekraut (Erica) in lila-rosa Farbe in einen 10 l-Eimer, übergießen sie mit 10 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 45 Minuten ziehen, sieben ihn durch und geben ihn dann in das in heiße Badewasser. Das Bad erfolgt sitzend (dabei darf die Wasserhöhe den Bereich des Herzens nicht erreichen), der Oberkörper wird mit einem Handtuch bedeckt (auch hier bleibt der Bereich des Herzens unbedeckt und offen).
Nach den mythischen Vorstellungen soll dieser Badezusatz nur auf den vollen oder zunehmenden Mond bereitet werden.

Sammeln Sie einige frische Kieferzweige (Pinus), hacken sie mit der Axt klein (benötigt wird die Füllmenge für ein 1-Liter-Glas), geben die Zweige in ein feuerfestes Gefäß, übergießen sie mit 10 l Wasser, bringen die Mischung zum Kochen, lassen sie unter kleiner Hitze noch für 10 Minuten köcheln und dann 4 Stunden ziehen. Danach sieben Sie den Sud durch und geben ihn in das heiße Badewasser.
Das Bad erfolgt sitzend (dabei darf die Wasserhöhe den Bereich des Herzens nicht erreichen), der Oberkörper wird mit einem Handtuch bedeckt (auch hier bleibt der Bereich des Herzens unbedeckt und offen). Bei der erstmaligen Anwendung sollten 10 Minuten Badezeit nicht überschritten werden.

Allgemein können Pflanzen wesentliche Helfer bei den Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke sein – siehe: Pflanzen – entzündungshemmend und ausführend

Osteochondrose – einfache gymnastische Übungen

Osteochondrose – gymnastische Übungen

Die Osteochondrose zählt heute in den westlichen Industrienationen zu den Volkskrankheiten und ist eine degenerative Veränderung des Bandscheibenknorpels mit einer begleitenden Reaktion des Wirbelkörpers. Typischerweise zeigt sich die Osteochondrose in einer Höhenminderung des Bandscheibenraumes. Die häufigste Ursache der Osteochondrose ist Verschleiß, der meist durch eine langdauernde Überlastung der Bandscheibe verursacht wird. Weitere Ursachen für die Ausbildung einer Osteochondrose können frühere Bandscheibenvorfälle, Spätfolgen von Bandscheibenoperationen und seltener auch die Folgen von Entzündungen der Bandscheibe sein.

Eine sehr große Bedeutung für die störungsfreie Funktion der Wirbelsäule haben die Muskeln. Je fester beim Menschen das Muskelkorsett ist, desto mehr werden die Erscheinungsformen des Alterns der Wirbelsäule, die sich auch in der Entwicklung einer Osteochondrose zeigen können, auf spätere Zeiten verschoben. Normale Altersveränderungen in der Wirbelsäule zeigen sich vor allem im Verlust früherer Beweglichkeit. Ursächlich dafür ist die nachlassende Stabilität und Elastizität der Bandscheiben.
Diese Alterungsveränderungen kann man verzögern und einer Osteochondrose auch mit speziellen gymnastischen Übungen vorbeugen. Ebenfalls können diese Übungen helfen, den Verlauf einer Osteochondrose anzuhalten und den gesundheitlichen Zustand (siehe auch Artikel: Osteochondrose – natürliche Heilmittel gegen die Beschwerden) wesentlich zu verbessern.

In der russischen Physiotherapie werden beispielsweise die nachfolgenden gymnastischen Übungen zur Vorbeugung und für die Behandlung einer Osteochondrose empfohlen. Sie sollten täglich erfüllt und in die Morgengymnastik aufgenommen werden. Das wird nicht viel Zeit einnehmen, jedoch einen großen Nutzen bringen, denn diese Übungen helfen die Wirbelsäule flexibel und beweglich bis ins vorgerückte Alter zu erhalten. Jedoch müssen dabei das Alter und Befinden, die eigenen Möglichkeiten und Empfehlungen der Fachkraft oder des behandelnden Arztes berücksichtigt werden. Allgemein sollten Sie bei diesen Übungen ruckartige und heftige Bewegungen vermeiden.

Osteochondrose der Halswirbelsäule

Übungen zur Entwicklung und Stärkung der Halsmuskeln:

1. Drücken Sie mit einer Handfläche auf die Stirn und spannen die Muskeln des Halses an. Danach drücken Sie mit einer Handfläche auf den Nacken und spannen die Muskeln des Halses an. Beide Übungen machen Sie 3-mal für jeweils 7 Sekunden.

2. Drücken Sie mit der linken Handfläche auf die linke Schläfe und spannen die Muskeln des Halses an. Danach drücken Sie mit der rechten Handfläche auf die rechte Schläfe spannen die Muskeln des Halses an. Beide Übungen machen Sie 3-mal für jeweils 7 Sekunden.

3. Legen Sie den Kopf ein wenig nach Hinten und spannen die Halsmuskeln an. Den Widerstand der gespannten Muskeln des Halses überwindend, drücken Sie das Kinn danach zur Brust. Machen Sie diese Übung nicht weniger als 5-mal.

4. Halten Sie den Kopf und die Schultern gerade und drehen langsam den Kopf maximal nach rechts um. In der gleichen Weise machen Sie diese Bewegung anschließend auch nach links. Beide Übungen machen Sie jeweils 5-mal.

5. Senken Sie das Kinn zum Hals und drehen dann den Kopf zuerst 5-mal nach rechts und dann 5-mal nach links um.

6. Legen Sie den Kopf nach Hinten und bemühen sich mit dem rechten Ohr die rechte Schulter 5-mal zu treffen. Danach machen Sie diese Übung in der gleichen Weise nach links und bemühen sich mit dem linken Ohr die linke Schulter 5-mal zu treffen.

7. Setzen Sie sich auf das Sofa, entspannen sich, den Kopf halten Sie gerade und probieren dann 1-mal die Druckbuchstaben des Alphabets mittels Bewegungen des Kopfes zu schreiben.

Diese Übungen machen Sie 1-mal täglich.

Hinweis: Vermeiden Sie unbedingt kreisförmige drehende Bewegungen des Kopfes, denn diese Form der Bewegung kann zu Verletzungen führen.

Osteochondrose der Brustwirbelsäule

Übungen zur Entwicklung und Stärkung der Rücken- und Bauchmuskeln:

1. Einatmend, stehen Sie gerade, die Hände nach unten, die Beine zusammen. Heben Sie die Hände nach oben und atmen aus. Danach biegen Sie sich rückwärts durch und machen einen tiefen Atemzug, senken dann die Hände, beugen sich nach vorn, runden den Rücken, senken die Schultern und den Kopf und atmen dabei aus. Wiederholen Sie diese Übung 8 bis 10-mal.

2. Auf einem Stuhl sitzend führen Sie die Hände auf den Kopf und machen dabei einen tiefen Atemzug. Biegen Sie sich dann 3 bis 5-mal rückwärts maximal durch, so dass sich die Schulterblätter über den Rücken des Stuhles bewegen und atmen dabei aus.

3. Stehen Sie auf und versuchen dann sich mit den Händen auf die Knie und dem Fußboden aufzustützen. Biegen Sie dabei den Rücken maximal nach vorn und bleiben 2 bis 3 Sekunden in dieser Lage stehen, den Kopf dabei gerade haltend. Sie kehren in die Ausgangslage zurück und wiederholen die Übung 5 bis 7-mal.

4. Sie liegen mit dem Bauch auf dem Fußboden, strecken die Hände nach vorn und versuchen dann den Körper mit aller Kraft rückwärts zu biegen und sich vom Fußboden zu lösen. Wiederholen Sie diese Übung 5 bis 8-mal.

5. Sie liegen mit dem Bauch auf dem Fußboden und halten die Hände am Körper angelegt. Dann versuchen Sie Kopf und Beine maximal rückwärts anzuheben und biegen dabei die Brustwirbelsäule rückwärts durch. Wiederholen Sie diese Übung 5 bis 8-mal.

Bei den Übungen 3 bis 5 kann die Atmung willkürlich durchgeführt werden.

Diese Übungen machen Sie 1-mal täglich.

Osteochondrose der Lendenwirbelsäule

Übungen zur Entwicklung und Stärkung der Lendenmuskeln:

1. Stehend, die Hände auf den Schenkeln, neigen Sie den Oberkörper vorwärts, rückwärts, nach rechts und nach links. Wiederholen Sie diese Übung nach jeder Seite 10-mal.

2. Stehend, die Hände auf den Schenkeln, bewegen Sie das Becken vorwärts, rückwärts, nach links und nach rechts. Wiederholen Sie diese Übung nach jeder Seite 10-mal.

3. Kniend, stützen Sie sich mit geraden Armen auf den Fußboden. Dann versuchen Sie maximal den Körper in Richtung Fußboden durchzubiegen und kehren danach in die Ausgangslage zurück. Wiederholen Sie diese Übung 15 bis 20-mal.

4. Legen Sie sich auf den Bauch und stützen sich mit gewinkelten Armen seitlich auf den Fußboden. Danach drücken Sie den Oberkörper mit den Armen vom Fußboden hoch, die Füße bleiben dabei auf dem Boden. Wiederholen Sie diese Übung 10 bis 15-mal.

5. Kniend, stützen Sie sich mit geraden Armen auf den Fußboden. Dann versuchen Sie maximal den Rücken nach oben zu biegen und kehren danach in die Ausgangslage zurück. Wiederholen Sie diese Übung 10 bis 15-mal.

6. Auf dem Rücken liegend drücken Sie die in den Knien gebogenen Beine an die Brust oder ziehen die Knie mit den Händen zur Brust. Wiederholen Sie diese Übung 10 bis 15-mal.

Diese Übungen machen Sie 1-mal täglich.